Ume, die japanische Frucht

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Die japanische Pflaume oder japanische Aprikose ist in Japan als einheimische und eigenständige Art bekannt. Diese einzigartige Pflanze mit dem botanischen Namen Prunus mume blüht bereits im Januar oder Februar, dies ist regional bedingt. Die Blüten erscheinen schon fast geheimnisvoll an den noch völlig kahlen Ästen der kleinen Bäume und sind in Japan ein Zeichen für absoluten Lebenswillen. Wenn die Blüten voll entfaltet sind, sind sie das Symbol für vollkommenes Glück.

In Japan wird diese einzigartige Frucht, die aus diesen wunderbaren Blüten erwächst Ume genannt, sie sind ein Bestandteil des täglichen Lebens in Japan. Aber auch in zahlreichen Kunstwerken aus längst vergangenen Tagen sind die Ume-Blüten und Früchte sichtbar, auch heute haben sie noch einen sehr großen Stellenwert im kulturellen Leben Japans.

Die Ume wird in der Regel immer nach der Ernte im Juni eingemacht, denn als Frischobst hat Ume in Japan keine Bedeutung. Die Früchte ähneln den hier bekannten Renekloden und sind sehr sauer und besitzen des Weiteren einen sehr hohen Anteil an Vitamin C. Aber die Japaner verweigern ihre Aufnahme im Rohzustand, deshalb werden sie eingemacht. Ume wird sich in jedem japanischen Haushalt schon zum obligatorischen Frühstück finden. Die Ume gilt als sehr heilkräftig und darf schon aus diesem Grund bei keiner Mahlzeit der Japaner fehlen. Ume wird aber nicht nur eingemacht sondern auch zu dem bekannten Süßlikör verarbeitet, der oftmals auch als Aperitif gereicht wird.

Ume in eingemachter Form wird in Japan als Umeboshi bezeichnet. Diese so gewonnene Form dient ausgezeichnet als Vorrat für die kargen und oftmals vitaminarmen Wintermonate, so können sich die Japaner auch dann optimal mit Nährstoffen und Vitaminen versorgen. Auch werden zahlreiche Ume-Früchte in den japanischen Haushalten zu Essig verarbeitet, auch dadurch wird der benötigte tägliche Bedarf gedeckt. In Japan sagen die Menschen auch, wer jeden Tag eine Ume zu sich nimmt, dem wird der Arztbesuch erspart, denn er bleibt zeitlebens gesund.

Dennoch sagen die Japaner, dass Umeboshi nicht gleich Umeboshi sei, denn es gibt schon unterschiedliche Qualitäten der beliebten Frucht. Manche Ume Früchte werden mit Shiso eingelegt, dies sind Blätter die die Ume rot färben. Den Ume Früchten, egal wie sie nun verarbeitet werden, werden grundsätzlich keimhemmende Wirkungen zugesprochen, weiterhin sind sie äußerst gut für den Darmtrakt und den Magen des Menschen, der sie zu sich nimmt.

Gereicht wird Ume grundsätzlich in Japan zu Reis als Beilage, aber auch die in Japan so bekannten Mitnahme essen, werden ohne Ume nicht gereicht. So wird das Bento immer als Reisgericht mit einer Ume gereicht. Dieses Gericht erinnert an die japanische Flagge und auch an die am Morgen aufgehende Sonne.

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